Aus Fachschaftsrat der Medizinischen Fakultät der OvGU
Von Paulina Kühn Verlag: Springer, Preis: 39,95 €
Das Buch "Therapieziel Wohlbefinden: Ressourcen aktivieren in der Psychotherapie" von Renate Franke ist ein 298-seitiges Taschenbuch, das sich mit Thematik "Positive Psychotherapie" und Wohlbefinden beschäftigt.
In dem Buch werden Therapieansätze vorgestellt, die sich spezifisch auf das Wohlbefinden, menschliche Stärken und seelische Gesundheit konzentrieren. Man kann nähere Informationen über z.B. ressourcenorientierte Psychotherapie, euthyme Therapie sowie Mindfulness-based therapy finden.
Die Autorin versucht anhand kognitiver, emotionaler und sozialer Aspekte eine Antwort auf die Frage, wie man das Wohlbefinden stärken kann, zu geben. Dabei zeigt sie, dass mit Psychotherapie Freude, Glück und seelische Gesundheit fördern kann.
Das Buch besteht aus 5 Teilen, die sich mit verschiedenen Problematiken auseinandersetzen.
Teil 1 beschäftigt sich mit allgemeinen Informationen zur Thematik Wohlbefinden. Hier findet man Informationen über Theorien zu dem Hauptthema wie auch Therapieziele des Wohlbefindens.
In Teil 2 und 3 beschreibt die Autorin verschiedene Therapiekonzepte mit Vorschlägen was man machen kann um das Wohlbefinden zu fördern. Neben genaueren Beschreibung der verschiedenen Therapieformen findet man hier die Facetten der Förderung von Selbstakzeptanz, Identitätsstärkung und Partnerschaftspflege.
Die Teil 4 befasst sich mit dem Wohlbefinden in der Lebensbiografie. Die Autorin beschreibt die Entwicklung von Widerstandskräften im Jugendalter und Wohlbefinden und Ressourcen im Alter.
Der abschließende Teil 5 beschäftigt sich mit neuronalen und biochemischen Grundlagen positiver Emotionen. Hier erfährt man was die Auslöser von positiven Emotionen sind; es werden Strukturen im Gehirn beschrieben, die für Emotionen zuständig sind und man findet auch die Information auf die Frage was hat Dopamin und Oxytocin mit Wohlbefinden zu tun.
Meiner Meinung nach ist das Buch "Therapieziel Wohlbefinden" gut und interessant geschrieben. Zwar gibt es für Medizinstudenten viele andere wichtigere Themen als Wohlbefinden und die Therapieansätze, aber man kann das Buch als Ablenkung nach einem schweren Unitag als geistige Erweiterung lesen.
