Buchta et al: Das Hammerexamen

Aus Fachschaftsrat der Medizinischen Fakultät der OvGU

Wechseln zu: Navigation, Suche
Sonstige-buchta-hammerexamen.jpg

Von Til Cronjaeger

Auf den ersten Blick ist das Buch ein wirklicher „Hammer“, schon aufgrund seines Umfangs und seines Gewichts, dann folgt das Aber... Man darf sich von von den rein physischen Fakten nicht abschrecken lassen, denn zwischen den Buchdeckeln befindet sich schließlich das Gesamte Wissen der Semester 5-10, welches dem durchschnittlichen Medizinstudenten wahrscheinlich bald schon ein bis zwei Reihen im „IVAR“-Regal füllen.

Sehr schön aufbereitet und gegliedert findet der geneigte Leser im ersten Teil des Buches „Gesundheitsstörungen“ in 22 Kapiteln die Gesundheitsstörungen nach Organsystemen geordnet und natürlich Fächerübergreifend. Angefangen bei Allgemeinen Symptomen und Befunden bis hin zu psychischen Störungen, Verhaltensstörungen und psychosozialen Problemen.

Der zweite Teil befasst sich dann mit Krankheitsbildern geordnet nachdem ICD 10, untergliedert in 19 Kapitel von „bestimmte infektiöse und parasitäre Krankheiten (A00-B99) bis hin zu Verletzungen, Vergiftungen und bestimmte andere Folgen äußerer Ursachen (S00-T98). Auch dieser Teil natürlich wieder Fächerübergreifend.

Im Dritten Teil des Buches wird sich dann den weiteren prüfungsrelevanten Themen und Querschnittsfächern gewidmet. Hier finden sich neben den propädeutischen Fächern wie klinischer Chemie und Anamnese dann auch die einzelnen klinischen Fächer wie Chirurgie, Radiologie, Anästhesie und so weiter wieder und natürlich die „Kleinen Begleiter“ Rechtsmedizin, Geschichte der Medizin, Sozialmedizin...

Die Aufmachung der einzelnen Kapitel ist in altbewährter Urban&Fischer Tradition wieder sehr Übersichtlich gelungen.

Das Buch ist nicht zu bunt gehalten, dennoch sind die einzelnen Teile Farblich gut zuzuordnen. Tabellen sind generell in grau gehalten und mit einem Farbigen Rahmen des jeweiligen Kapitels umfasst. Immer wieder finden sich blau unterlegte Anwendungen aus der Klinik, Merksätze sind rosa unterlegt, und klinische Fallbeispiele in orange. Wo zum Verständnis von Nöten finden sich (Schema-)Zeichnungen oder Fotos.

Die Texte sind alle recht knapp gehalten und darauf ausgelegt, das man den Stoff schon einmal gelernt haben sollte, was der Sache aber keinen Abbruch tut, das es sich bei dem „Hammerexamen“ ja auch um ein Repetitorium handelt.

Als besonderes Schmankerl erhält man mit dem Buch Zugang zu Student-consult, wo man das ganze Buch noch einmal online findet, sowie POL-Links und die Möglichkeit personalisierbare Lesezeichen ( zu neudeutsch Bookmarks) zu setzen und und und.

Obwohl ich das Buch verständlicherweise noch nicht ganz gelesen habe (Examen 2008) empfinde ich es als absolut gelungen und empfehlenswert. Wer mit der Kompakten Schreibweise nicht klar kommt, kann immer noch Sekundärliteratur zu Rate ziehen. Ich denke mal aber für die Kürze der Zeit die einem als Medizinstudenten nach dem PJ bleibt ist dieses Buch genau das richtige.


Buchta, Höper, Sönnichsen: Das Hammerexamen

Gebundene Ausgabe: 2256 Seiten

Verlag: Urban & Fischer Bei Elsevier (September 2006)

ISBN 343743800X

ISBN 978-3437438004

Größe und Gewicht: 27,4 x 21,6 x 7,8 cm; 3,7 Kg