Aus Fachschaftsrat der Medizinischen Fakultät der OvGU
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Ersti-Heft
Jedes neue Studienjahr geben wir ein Ersti-Heft mit Informationen rund um das Studium, die Uni und Magdeburg.
Hier kannst du es als PDF herunterladen: Erstiheft
Willkommen Erstis!
Liebe Kommilitonen,
Sehr geehrte Professorinnen und Professoren,
Sehr geehrte Gäste,
herzlich Willkommen an unserer Fakultät!
betrachtet man die Ergebnisse der letzten Shell Jugendstudie so begrüßen wir mit euch Vertreter einer Generation, die voller Leistungsbereitschaft und Engagement sind. Eine Generation, die großen Wert auf Familie und persönliche Bindungen legt. Die sich aber auch der Herausforderungen und Risiken der Gesellschaft bewusst ist und mit Ihrer Zukunft hadert. Insbesondere die Situation auf dem Arbeitsmarkt schmälert den Optimismus. Mit einem Hochschulstudium verbessert man dort seine Aussichten und es wird, wie man auch hier sieht immer häufiger von Frauen angestrebt.
Darüber hinaus sind wir eine Generation die im hohen Maße dazu bereit ist in der Freizeit für das Gemeinwohl aktiv zu sein und zwar nicht mehr wie früher allein aus ideologischen Gründen, sondern vor allem aus dem Wunsch heraus im eigenen Umfeld einer befriedigenden Aktivität nach zu gehen.
Nicht zuletzt deswegen werdet Ihr euch für das Studium der Medizin entschieden haben. Eine Kunst zu erlernen, die viel Tradition mit noch mehr Fortschritt verbindet.
Ein Bespiel: Gutta cavat Lapidem. - Der Tropfen höhlt den Stein.
Wusste Ovid schon vor Rund 2000 Jahren und formulierte was inzwischen mit Hilfe von Neurowissenschaften und Neurophysiologie gezeigt werden konnte: Es gibt den Effekt der Bahnung , der das Phänomen beschreibt, dass eine wiederholte Erregung bestimmter Nervenbahnen den Wirkungsgrad von Reizen gleicher stärke erhöht, oder eine Erregung dieser Bahn schon durch einen schwächeren Reiz ermöglicht wird.
Das heißt auch: wiederholt ausgeführte Abläufe werden beschleunigt und sogar automatisiert. So wird das Verhalten auf Dauer zum Teil der Persönlichkeit, des Geistes. Dieses ist eines der biologischen Grundprinzipien des Lernens.
Ihr seid hier um zu lernen und werdet bald bemerken, welche Bedeutung die Wiederholung dafür hat.
Die meisten von Euch sind aber wohl auch hier um ein guter Arzt zu werden. Laut einer Befragung Regensburger Medizinstudenten ist der ideale Arzt, kompetent, aufmerksam gegenüber den Patienten und an Ihnen interessiert. An zweiter Stelle folgen Sensibilität, Freundlichkeit und sympathische Ausstrahlung.
Dies entspricht übrigens auch in etwa den Wünschen der Patienten und den Ansprüchen unserer zukünftigen Kollegen.
Dennoch liest und hört man in den Medien immer wieder von einer Diskrepanz zwischen diesem Anspruch und der Wirklichkeit, so dass das Vertrauen in die Ärzte sinkt.
Die Ursache hierfür wird häufig in einer beschädigten Beziehung zwischen Arzt und Patient gesucht, die sich auch in den enormen Fortschritten auf unserem Gebiet begründet. Durch den wenngleich wertvollen Höhenflug der Molekularbiologie ist die körperliche, technokratische Dimension des Heilens deutlich vor die seelische getreten. Diese zu befriedigen gilt als Luxus, oder als etwas das man nach dem Dienst erledigt.
Diese Verschiebung bildet sich auch in unserer Ausbildung ab in der vor allem naturwissenschaftliches Arbeiten vermittelt wird und soziale Kompetenzen, wie etwa Kommunikation nur unzureichend eingeübt werden.
Einen Weg aus dieser Problematik habt ihr nun zur Hand: macht euch Eure Kenntnisse über das Lernen und Bahnung zu nutze und beeinflusst die Form Eures Geistes indem ihr Eure sozialen Kompetenzen übt und in euren Lernalltag mit einbringt. Besinnt euch während der kommenden Jahre auf die Ziele, Werte und Wünsche mit denen Ihr in das Studium gegangen seid. So kann durch das Engagement jedes einzelnen von Euch eine Veränderung gelingen., in dem Ihr als neue Ärzte eine Brücke zu den Patienten schlagt und einem anderen Gesundheitssystem den Weg bahnt.
Denn um mit der Tradition und Paracelsus zu schließen:
Die höchste Kraft der Arznei ist die Liebe.
Umgebung
Nicht nur die Stadt selbst, auch das Umland bietet viefältige Möglichkeiten, sich vom antrengenden Lernalltag zu erholen. Im Folgenden findet ihr als Ergänzug zu unserem Ersti-Heft weitere Infos über Sehens- und Besuchenswertes.
Schönebeck/Salzelmen
”Aus dem allerletzten Dreck schuf der Herrgott Schönebeck”, frötzeln die Magdeburger gern über die kleinere Nachbarstadt im Südosten. Ein Ausflug lohnt sich aber. Ihr erreicht Schönebeck mit dem Fahrrad, per Bahn, Auto, Bus oder mit der Fähre. Eine Fußgängerzone in der Altstadt lädt zum Bummeln ein. Im Ortsteil Salzelmen wurde früher Salz abgebaut. Heute gibt es hier ein Solebad und einen Kurpark. Ein 17m hohes und über 300m langes Gradierwerk ist besonders sehenswert. Über aufgeschichtete Reisigbündel wird Sole geleitet. Das Wasser verdunstet, und die Luft wird mit Salz und Feuchtigkeit angereichert. Bei Erkrankungen der Luftwege soll sich diese Luft positiv auswirken.
Gommern
Neben der In-Disco “Lollipop” hat Gommern auch noch andere Ausflugsziele. In der Wasserburg wird seit einiger Zeit Bier gebraut und verkauft. Während Ihr im Restaurant die verschiedenen Sorten probiert, könnt Ihr bei deren Entstehung zusehen. In unmittelbarer Umgebung der Gaststätte “Rubinienhof” sind mehrere Attraktionen zu finden. Ein Heidegarten und ein Kräutergarten laden zum Verweilen ein, der Aussichtsturm verschafft Übersicht und der Badesee “Kulk” Abkühlung. Im Gestein-Garten sind Felsbrocken verschiedener Mineralien aus unterschiedlichen Ländern zusammengetragen. Die Umgebung von Gommern bietet außerdem zahlreiche Möglichkeiten zu wandern, Rad zu fahren und zu baden.
Pretzien
Das Pretziener Wehr ist ein technisches Denkmal. Vor gut 130 Jahren wurde für Magdeburg ein Hochwasserschutz angelegt. Durch die Schneeschmelze oder nach lang anhaltenden Regenfällen kommt es zu Hochwasser. Ab einem Pegelstand von 5m (normal sind 1,80m) ist die Stadt bedroht. Das Wehr wird gezogen. Dadurch fließen riesige Wassermengen aus demnatürlichen Flussbett in ein von Dämmen umgebenes künstliches Flussbett. Die Fluten werden an der Stadt vorbei geführt. Auf der Pariser Weltausstellung 1889 gab es für diese fortschrittliche Idee sogar eine Goldmedaille. Das Wehr ist noch ein Betrieb und hat auch bei der Flut 2002 Magdeburg vor dem Schlimmsten bewahrt. In der kleinen romanischen Kirche von Pretzien finden in Sommer Konzerte statt. Die Seen im Naherholungzentrum Plötzky-Petzien sind noch sehr zu empfehlen. Klares Wasser und weißer Sand bringen Mallorca-feeling.
Leitzkau
Erwähnenswert für Leitzkau sind besonders das weithin sichtbare Schloß und der angrenzende Park. Teile eines ehemaligen Prämonstratenserklosters (1133) wurden beim Bau des ab 1564 erbauten Renaissanceschlosses integriert. Bei Renovierungsarbeiten kamen die vergessenen Mauern wieder zum Vorschein. Auf dem Hof finden häufig Mittelalterfeste statt. In der ehemaligen Klosterkirche werden Konzerte bei Fackelschein gegeben. Bei einer Führung durch die alten Gemäuer sind vor allem die Geschichten der Erbauer und Alteigentümer interessant. Hier residierte eine Linie des weit verbreiteten Geschlechts derer von Münchhausen!
Straße der Romanik
In Sachsen-Anhalt gibt es sehr viele romanische Bauwerke. Die schönsten oder bedeutendsten sind dem Besucher zugänglich gemacht worden. Eine kleine Auswahl:
Loburg: Die kleine Stadt im Osten liegt am Rande des Flämings. Die Ruine der Liebfrauenkirche, der Turm einer mittelalterlichen Burg und die Kirche mit schöner Orgel sind zu bewundern. Der Schloßpark lädt zum Spaziergang ein. Wenn Ihr mit dem Rad Loburg besucht, solltet Ihr noch einen Abstecher nach Wendgräben mit Schloss und schönem Park unternehmen.
Havelberg liegt an der Mündung der Havel in die Elbe nördlich von Magdeburg. In der wasserreichen Umgebung könnt Ihr Radfahren, Rudern, Surfen oder einfach zu Fuß die Landschaft erkunden. Der Dom St. Marien wurde im romanischen Stil erbaut und dann gotisch “modernisiert”. Auf dem Domhügel prägt er die Silhouette der Stadt.
Huy: Der Huy ist ein kleiner (20 km lang 5 km breit) bewaldeter Höhenzug (bis 313m) im Harzvorland. Zu Fuß oder mit dem Rad könnt Ihr in den ausgedehnten Buchenwäldern hier gut relaxen. Die Huysburg ist ein ehemaliges Benediktinerkloster. Die romanische Kirche wurde im 18. Jh. neu barock ausgestattet.
Jerichow: Nein, nicht das mit den Trompeten aber trotzdem sehenswert. Die Klosterkirche des Prämonstratenserstiftes diente im Mittelalter als Vorbild für viele Sakralbauten östlich der Elbe. Die Grundsteinlegung des romanischen Backsteinbaus erfolgte 1150.
Tangermünde liegt an der Mündung des Tangers in die Elbe im Norden von Magdeburg. 1009 wurde der Marktflecken erstmals erwähnt. Im Plan des Kaisers Karl IV., den Handel zwischen Prag und Hamburg zu verstärken, nahm Tangermünde eine Schlüsselposition ein. 1373/78 befand sich hier eine kaiserliche Nebenresidenz. Viele Bauwerke, die in der Blütezeit der Stadt im 15. Jh. entstanden, sind noch heute zu bewundern. Besonders sehenswert ist das Rathaus im Stil der norddeutschen Backsteingotik. Türme, Kirchen, Stadtbefestigungsanlagen und die alten Häuser versetzen in vergangene Zeiten. Gernrode liegt am Nordrand des Harzes. Die ab 961 errichtete Stiftskirche hat internationalen Rang. Sie ist Beisetzungsstätte des Markgrafen Gero.
Bademöglichkeiten
In Magdeburg gibt es neben Schwimmhallen und Freibädern auch zahlreiche Seen, die vor allem durch den Abbau von Sand und Kies entstanden sind. Der Neustädter See im Norden der Stadt ist am besten mit der Straßenbahn (Linie 8 u. 9) oder dem Fahrrad zu erreichen. Neben einer eintrittspflichtigen Badeanstalt gibt es um den See herum auch “wilde” Strände, die vor allem von FKK-Freunden genutzt werden (ist aber kein Muss). Der Einstieg in das kühle Naß ist nicht immer an einem Sandstrand möglich. Durch die vielen Menschen ist das Wasser recht aufgewühlt und trüb. Die Wasserski-Anlage ist für Anfänger und Profis eine Herausforderung.
Die Baro-Seen liegen zwischen Barleben und Rothensee - daher der Name. Sie sind mit der S-Bahn (Haltestelle Rothensee) oder dem Fahrrad zu erreichen. Es gibt keine bewachten Strände. Viele Magdeburger habenhier schon als Jugendliche wild gecampt. Das Wasser ist relativ klar, aber die Schlingpflanzen trüben das Schwimmvergnügen. Der Barleber See liegt im Norden der Stadt noch jenseits der A2. Ihr erreicht ihn mit dem Rad, dem Auto oder zu Fuß nachdem Ihr mit der Linie 10 bis zur Endstelle gefahren seid. Im Sommer ist hier immer was los. Es gibt einen Sandstrand, der meist überfüllt ist und grasbewachsene Liegeflächen. Das Wasser ist angenehm, aber natürlich auch oft aufgewühlt. Es gibt Plätze für (Beach-)Volleyball, Gaststätten, Rettungsschwimmer und Dauercamper. Im Norden ist ein kleiner Bereich auch ohne Eintritt zugänglich. Boot fahren und Surfen könnt Ihr hier auch. Der Uni-Sport hat hier einen Stützpunkt.
Der Salbker See liegt im Süden der Stadt.
Das Naherholungsgebiet Plötzky/ Pretzien/ Gommern/ Dannigkow liegt östlich von Magdeburg. Ihr kommt am besten mit dem Auto oder Fahrrad dorthin. Die Seen sind durch Abbau von Sand und Gestein entstanden. Sie sind oft tief und kalt, haben aber klares Wasser. An einigen Seen gibt es keinen richtigen Strand- und Badebereich. Der Einstieg kann auch mal nur über eine Treppe erfolgen. Irgendwie hat jeder See seine persönliche Note. Welcher der schönste ist, müsst Ihr für Euch selbst herausfinden. Der Jersleber See liegt etwa 10 km nördlich von Magdeburg am Mittellandkanal. Zu erreichen ist er mit dem Auto oder Rad. Es gibt einen breiten Sandstrand und mehrere kleine Einstiege, eine Gaststätte, einen Campingplatz, und einen Tretbootverleih.
Der Arendsee liegt am Nordrand der Altmark. Er ist 540 ha groß und mit 30 m (max. 49 m) einer der tiefsten Seen von Sachsen-Anhalt. Er entstand durch Erdeinbrüche nach unterirdischen Salzauslaugungen. Die Maräne, ein Speisefisch, gibt es nur hier. Der Arendsee und der Kurort Arendsee wurden zu DDR-Zeiten zum Erholungszentrum umgestaltet. Ein Sandstrand, Bootsverleih, eine Klosterruine, eine Strandpromenade, Kegelbahnen und Angelmöglichkeiten lassen keine Langeweile aufkommen.
Der Harz
Der Harz bietet vielfältige Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung mit Erholungseffekt. Bei jedem Ausflug könnt Ihr andere Wanderwege beschreiten, verschiedene Städte erkunden und stille abgeschiedene Orte entdecken. Hier sind nur einige Highlights: Quedlinburg liegt im nördlichen Harzvorland an der Bode. Mit seinen schönen Fachwerkbauten steht es auf der UNESCO-Welterbe-Liste. Den berühmten Domschatz, der durch seine Wiederentdeckung in Amerika nachdem 2. Weltkrieg in den Medien für Aufsehen sorgte, könnt Ihr im Schloss besichtigen. Auf dem Markt und in den vielen kleinen Geschäften in den Straßen und Gassen findet Ihr allerhand Kunsthandwerk und Trödel. Im Puparschknall und im Finkenherd solltet Ihr mal einkehren!
Thale ist nicht weit von Quedlinburg entfernt. Diese kleine Stadt am Rande des Harzes bietet mehrere Attraktionen. Der Hexentanzplatz zieht zur Walpurgisnacht unzählige Teufel, Hexen und Touristen an. Mit einer Personenschwebebahn lassen sich die 250m Höhenunterschied schneller bewältigen. Gegenüber - durch des tiefe Bodetal getrennt - liegt die Roßtrappe. Der Riese Bodo verfolgte in unsittlicher Absicht die Riesenprinzessin Brunhilde. Die Jagd ging über Wiesen und durch Wälder bis zum tiefen Abgrund des Bodetals. Für Brunhilde gab es keinen Ausweg. Bodo warschon ganz nah. In ihrer Verzweiflung gab sie ihren Pferd kräftigdie Sporen und überwand die tiefe Schlucht. Auch Bodo setzte zum Sprungan. Doch er schaffte es nicht...! An der Absprung- oder Aufkomm-stelle (darüber sind sich die Gelehrten noch nicht einig) hat sich der Huf des Pferdes in den Stein gedrückt und kann noch heute bewundert werden. Ein Sessellift entlastet hier den geplagten Wanderer. Schöner ist der Aufstieg aus dem Bodetal zu Fuß. Dieser wildromantische Talabschnitt mit zerklüfteten Felswänden, umgestürzten Bäumen, verstreuten Granitbrocken, schäumendem und tosendem Wasser ist unbedingt sehenswert. Wer will, kann direkt neben dem Flußlauf in der Jugendherberge “Waldkater” übernachten. Das Harzer Bergtheater mit seinen 1400 Sitzplätzen ist eine der schönsten und ältesten Naturbühnen. Im Sommer stehen Operetten, Schauspiele und Kindermärchen auf dem Spielplan.
Blankenburg liegt ebenfalls am Nordrand der Harzes unweit von Thale. Sehenswert sind hier das große und kleine Schloss, der Park und das Rathaus. In 3 km Entfernung liegt die Burgruine Regenstein. Hier hielten sich Raubritter auf. Eine Wanderung dorthin und eine Rundwanderung über die Teufelsmauer lohnen sich. Wernigerode mit seinen Fachwerkbauten und dem schönen Rathaus ist wohl eine der bekanntesten Harzstädte. Vom Schloss hoch über der Stadt hat man einen herrlichen Ausblick ins Harzvorland und auf den Brocken. Die Steinerne Renne, die Zillierbachtalsperre, der Armeleuteberg und das Christianental sind lohnende Wanderziele. Die Brockenbahn beginnt hier ihre Reise.
In und um Rübeland gibt es zahlreiche Höhlen. Die Hermannshöhle und die Baumannshöhle können besichtigt werden. Charakteristisch sind die vielgestaltigen Tropfsteine, die bei gleichmäßigem Tropfen immerhin 3,5 cm in 100 Jahren wachsen können. Die Staumauer der Rappbodetalsperre in Wendefurth (ganz in der Nähe) ist 106 m hoch, 415 m lang und aus 860 000 m3 Beton errichtet. Der Stausee ist 8 km lang und kann 110 Mill. m3 Wasser aufnehmen. Prädikat: empfehlenswert.
Der kleine Ort Schierke ist für viele Wanderer der Ausgangspunkt einer Brockentour. Über mehrere Wege ist das Plateau vor hier aus zu erreichen. Doch auch in der Umgebung gibt es reizvolle Ziele. Ein Aufenthalt in der Jugendherberge wird nicht langweilig. Der Brocken als höchste Erhebung des Harzes war schon zu früheren Zeiten ein beliebtes Ausflugsziel. Goethe war häufiger Gast. Heinrich Heine mühte sich von Ilsenburg hinauf. Der Weg vorbei an den Ilsefällen und am Ilsestein ist auch als Rundweg zu empfehlen.
Im Süden des Harzes liegt Stolberg. Der Ort mit seinen vielen Fachwerkhäusern liegt in einem kleinen Tal. Das Rathaus hat 365 Fenster aber keine Treppen im Inneren. Waren hier die Schildbürger Baumeister? Nach einer kurzen Wanderung kann man das Josephskreuz erreichen. Es ist wohl nach dem Eiffelturm die zweithöchste Eisenkonstruktion Europas.
Es gibt noch viel mehr im Harz und in der näheren und weiteren Umgebung von Magdeburg zu entdecken. Berlin ist nicht sehr weit. Auch Leipzig, Halle, Dessau, Lutherstadt Eisleben, Lutherstadt Wittenberg und der Wörlitzer Park sind eine Reise wert.
Bewerbung für das Studium in Magdeburg
Aus aktuellem Anlass etwas vorab:
- Wir erklären hier auf dieser Seite nur, wie das Verfahren funktioniert.
- Für detaillierte Auskünfte zum Bewerbungsvervahren selbst ist das Studiendekanat zuständig.
- Wenn ihr noch Fragen zum Studium selbst habt oder wie es hier an der Uni zugeht, könnt ihr natürlich gerne mit uns in Kontakt treten.
- Im letzten Herbst lag die Zulassungsgrenze für die Ortspräferenz 1 im Bereich einer Abi-Note von 1,7. (d.h. von denen, die ein Abi mit 1,7 hatten, hat etwa die Hälfte noch einen Studienplatz in Magdeburg bekommen)
- Vorangegangene Ausbildungen, Auslandsaufenthalte oder gar eine Tätigkeit der Eltern im Gesundheitswesen haben keinen Einfluss auf die Zulassung. Es geht streng nach Abi-Note und Ortspräferenz! (siehe unten)
- Bewerben könnt ihr euch nach wie vor bei der ZVS, nicht bei uns!!! Es gibt bei der ZVS jetzt sogar schon eine Online-Bewerbung.
Liebe hoffentlich zukünftige Medizinstudenten,
wie Ihr sicherlich bereits wisst, gilt für die Bewerbung zum Studium der Humanmedizin ab dem Wintersemester 2005 ein neues Rahmengesetz, welches die Zulassungskriterien regelt. Dabei wird den Hochschulen mehr Autonomie in der Auswahl ihrer Studenten eingeräumt. Um Euch den Durchblick ein wenig zu erleichtern wollen wir Euch hier im Folgenden den Ablauf des Zulassungsverfahren anhand einiger Beispiele näher erläutern.
1. Wo bewerbe ich mich?
Nach wie vor findet die Erstbewerbung bei der ZVS (Zentralstelle für die Vergabe von Studienplätzen) statt. Nähre Informationen, was Ihr dabei zu beachten habt findet Ihr unter www.zvs.de. Hierbei sind nun einige Details für Euch möglicherweise von Interesse. Wichtig zu wissen ist, dass die Quoten der Studienplatzvergabe sich grundlegend verändert haben:
Wie aus der Grafik unschwer hervorgeht, werden nur noch jeweils 20% der Studienanfänger aufgrund der Abiturnote und der Wartesemester über die ZVS zugewiesen. Die restlichen 60% der Plätze werden über das Hochschulauswahlverfahren vermittelt. Dabei legen die Hochschulen fest, wie sie die restlichen Plätze vergeben wollen. Die Mehrheit der Hochschulen hat es sich hier recht einfach gemacht und vergibt die restlichen Plätze einfach nach Durchschnittsnote. Das bedeutet, dass alle, die die betreffenden Hochschulen auf dem Bewerbungsbogen der ZVS angegeben haben (möglichst auf den vorderen Plätzen) nach Durchschnittsnote geordnet werden, und dann die Notenbesten bis zum cut off der jeweiligen Hochschule einen Studienplatz erhalten. Wie gerade erwähnt gilt das für viele der Hochschulen, jedoch nicht für alle. Wenn Ihr wissen wollt, wie die Hochschulen das im einzelnen handhaben, betrachtet die am Ende dieser Beschreibung aufgeführte Liste und folgt den Links auf der rechten Seite. Dort erhaltet Ihr dann die Informationen über die Studienplatzvergabemodalitäten der einzelnen Hochschulen. Das Auswahlverfahren der Uni Magdeburg erläutern wir hier im Folgenden.
2. Bewerbung an der OvGU Magdeburg.
Als erstes ist es einmal wichtig zu sagen, dass Ihr Euch nicht bei der Hochschule direkt zu bewerben braucht. Auch das Auswahlverfahren der Hochschule Magdeburg findet über die Bewerbung bei der ZVS statt. Wichtig werden die Details für Euch vor allem dann, wenn Ihr nicht zu den 20% der Abiturbesten oder Wartezeitlängsten gehört. Sollte dies der Fall sein, dann passiert mit Eurer Bewerbung folgendes:
Die Universität führt eine Vorauswahl und eine Auswahl durch. Bei der Vorauswahl wird jedem Bewerber eine Zulassungspunktzahl (ZPZ) zugeteilt, die sich nach folgender Rechenregel zusammensetzt:
ZPZ = 0,6 x DN + 0,4 x OP
Dabei ist mit DN die Abiturnote gemeint und mit OP die Ortspräferenz. Was ist die Ortspräferenz? Ganz einfach. Die Ortspräferenz stellt den Listenplatz dar, welchen Ihr der Uni Magdeburg auf dem ZVS-Antrag gegeben habt. Nun eine kurze Beispielrechnung:
Student A hat eine Abiturnote von 1,6 und gibt Magdeburg auf Listenplatz 1 bei der ZVS an. Daraus ergibt sich folgende Rechnung:
DN=1,6 OP=1 -> ZPZ = 0,6 x 1,6 + 0,4 x 1 = 0,96 + 0,4 = 1,36
Student B hat eine Abiturnote von 1,2 und gibt Magdeburg auf Listenplatz 2 bei der ZVS an. Daraus ergibt sich folgende Rechnung:
DN=1,2 OP=2 -> ZPZ = 0,6 x 1,2 + 0,4 x 2 = 0,72 + 0,8 = 1,52
Damit wäre Student A innerhalb der Vorauswahl auf der Universitätsinternen Rangliste vor Student B. Alle Bewerber werden nun nach ihrer ZPZ in eine Rangreihe gebracht. Dabei wird so vielen Bewerben ein Rangplatz zugeordnet, dass 5 mal so viele Bewerber einen Platz belegen, wie die Kapazität der Universität in diesem Verfahren ist.
Auf dieses Vorauswahlverfahren folgt nun das eigentliche Auswahlverfahren. Hierbei werden alle Bewerberinnen und Bewerber, die sich auf den im Vorauswahlverfahren zugewiesenen Rangplätzen befinden, nach ihrer Abiturnote neu geordnet. Dadurch ergibt sich die Rangliste im Auswahlverfahren der Hochschule. Das bedeutet, dass von allen Bewerbern, welche im Vorauswahlverfahren einen Rangplatz zugewiesen bekommen haben, jene die Zulassung an der Uni Magdeburg erhalten, die die besten Noten haben. Sofern beide Beispiel-Kandidaten die Vorauswahl überstanden haben und in das Auswahlverfahren aufgenommen werden konnten, steht in der Auswahl B (wegen der besseren DN) wieder vor A.
3. Was soll das Ganze?
Man könnte ja nun annehmen, dass sich die Uni Magdeburg ein unnötig kompliziertes Verfahren ausgedacht hat. Dem ist allerdings nicht so. Das Auswahlverfahren dient in erster Linie den Leuten, welche wissen , dass die Ausbildungsqualität in Magdeburg sehr hoch ist und die deshalb bei einer Studienplatzzusage den Platz zum einen annehmen, und zum anderen die Universität nicht gleich wieder fluchtartig verlassen. Denn was bringt es der Uni und Euch, wenn sich hier hunderte Leute mit einem Abitur von 1,0, aber der (fiktiven) Ortspräferenz 7 bewerben?! Diese Abiturienten hätten bei reiner Gewichtung der Durchschnittsnote gute Chancen, eine Zulassung zu bekommen – und eine hohe Neigung, sie wieder zurück zu geben. Die Regelung der OvGU Magdeburg zielt deshalb darauf ab, Studenten zu gewinnen, welche zum Einen eine anständige Abiturnote haben und außerdem nach Magdeburg wollen. Das sind nämlich in der Regel auch jene Studenten, welche für die guten Noten der Uni in Rankings mitverantwortlich sind und welche ganz entscheidend zum studentischen Leben hier in Magdeburg beitragen.
So... Hiermit habe ich versucht Euch das ganze ein wenig näher zu bringen. Sollten meine Bemühungen nicht von Erfolg gekrönt sein, könnt ihr jederzeit eine Mail an uns (Wir sind der Fachschaftsrat der Medizinstudenten, erreichbar unter der E-Mail-Adresse: mail@fara-med.de. richten. Wir werden uns dann bemühen Euren hoffentlich konkreten Fragen in möglichst unkryptischen Antworten zu entgegnen. Macht´s gut und hoffentlich sieht man sich bald...
Euer FaRa
