Aus Fachschaftsrat der Medizinischen Fakultät der OvGU
Von Gwendolyn- Sarah Wille
Blättert man das Buch zu Anfang durch, sieht man eine gute Untergliederung in den einzelnen Kapiteln. Schlagwörter sind dick gedruckt. Es gibt in den Kapiteln Merk- und Klinikkästen (Merk- sind rot und Klinikkästen sind blau). Die Tabellen, die in dem Buch sind, sind gelb. Von den Kästen und Tabellen scheinen auch nicht zu viele auf einer Seite zu sein. Jedes Kapitel hat noch ein eigenes kleines Inhaltsverzeichnis. In dem Buch sind auch farbige Bilder abgebildet. Diese zeigen einem die einzelnen Krankheiten und prägen sich sehr gut ein. Auf manchen Seiten sind aber zu viele Bilder, das es leicht überladen wirkt. Dann fällt es einem schwer sich die Krankheiten zu veranschaulichen. Auf den ersten Blick scheint das Buch gut gegliedert zu sein. Die Sätze sind nicht zu lang, so daß man nicht am Ende einen Satzes den Anfang schon wieder vergessen hat. Die Schriftgröße ist angenehm zu lesen (nicht zu klein oder zu groß). Auch wenn sich einer in dem Buch nicht auskennt, findet er sich schnell zurecht.
Das Inhaltsverzeichnis hat die Oberkapitel blau und die Unterkapitel schwarz hervorgehoben. Wichtige Wörter sind noch mal dicker gedruckt. Die Krankheiten sind in verschiedene Gruppen eingeteilt z.B. in bakterielle oder virale Erkrankungen. Was mir aber sofort auffiel und nicht so gelungen erschien war, daß die pharmakologische Therapie das erste Kapitel war. Ein nicht gelungener Einstieg in das Fach. Sinnvoller würde ich es finden, wenn mit dem jetzigen zweiten Kapitel (Funktion und Aufbau der Haut) das Buch angefangen hätte. Es ist einfacher noch mal etwas Allgemeines über die Haut zu lesen, als gleich die Therapie vor Augen zu haben. Das Inhaltsverzeichnis besteht aus 6 Seiten. Vor dem Inhaltsverzeichnis befindet sich noch das Abkürzungsverzeichnis. Positiv, daß sie das nicht hinten im Buch abgebildet haben.
Im Glossar, hinter dem letzten Kapitel, sind noch mal die wichtigsten Begriffe kurz und prägnant erklärt. Falls einem eine Krankheit/ oder medizinischer Begriff entfallen ist, kann man sie da schnell nachlesen. Nach dem Glossar kommt noch das Sachregister.
In den einzelnen Kapiteln ist als erstes noch mal ein Inhaltsverzeichnis. So sieht man im groben gleich was in dem Kapitel alles behandelt wird. Ließt man weiter wird zuerst die Krankheit erklärt, mit Symptomen und Erregern. Anschließend wird die Diagnostik, Klinik und die Therapie besprochen. In dem Kapitel, wo die Haut im Allgemeinen abgehandelt wird, sind zu jeder Hautschicht Abbildungen. Diese sind ausreichend beschriftet. Es ist alles nachvollziehbar. An dem Buch gefällt mir, daß zwischendurch immer mal wieder "kleine Fälle" besprochen werden. Tabellen sind, wie oben schon erwähnt, gelb und haben das wichtigste drin stehen. Im dritten Kapitel (pathologische Hautuntesuchungen) ist eine Tabelle z. B. 7 Seiten lang. Das finde ich dann schon wieder ein wenig über trieben. So lange Tabellen sind dann schon wieder nicht übersichtlich, auch wenn die einzelnen Punkte recht kurz gefasst sind.
Was mir an dem Buch ein wenig fehlt, ist bei jedem Kapitel zum Schluß noch mal eine kurze Zusammenfassung.
Zum Schluß lässt sich noch sagen, dass der Intensivkurs einen guten Einblick in die Dermatologie gibt. Für Studenten die keine Dermatologen werden wollen erscheint es mir aber als Lehrbuch stellenweise zu lang.
Im Vergleich zu anderen dermatologischen Büchern liegt der Intensivkurs im mittleren Preissegment. Das Buch „Dermatologie und Venerologie“ erschienen im Springer Verlag kostet im Vergleich 79,95 EUR, das Springer „Kompendium Dermatologie“ 36,95 EUR.
Alexander Meves: Intensivkurs Dermatologie
Elsevier / Urban & Fischer Verlag, 1. Auflage 2006
530 Seiten, 39,95 EUR
