Taschenlehrbuch Histologie

Aus Fachschaftsrat der Medizinischen Fakultät der OvGU

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Von Christoph Hennig

Renate Lüllmann-Rauch hat alles, was man wünschen kann: Über 600 Seiten Informationen zu Zellbiologie, allgemeiner Histologie und Mikroanatomie in 26 Kapiteln, hunderte licht- und elektronenmikroskopischer Abbildungen, ungezählte Grafiken, Tabellen und manchen klinischen Hinweis. Dafür kann man der Kieler Anatomin, die das "Taschenlehrbuch Histologie" 2006 bereits in einer zweiten Auflage herausgab, großen Respekt zollen und sagen: Kaufen!

So einfach ist es dann doch nicht. Richtig ist, dass Lüllmann-Rauch sehr viel bietet, auch in Anbetracht des bezahlbaren Preises. Die Texte sind oftmals sehr profund und detailliert, was für Studenten mit wenig Zeit und ohne Histologie als Fach des primären Interesses jedoch einfach zuviel ist. Den Abschnitt zur Zellbiologie hat man bereits erschöpfend in Werken der Anatomie, Biologie, Embryologie und Biochemie gelesen. Die vielen mikroskopischen Abbildungen sind bemerkenswert; leider ist die Vergrößerung oft so klein, dass nur Übersichten abgebildet werden können - so richtig hilfreich ist das meistens nicht. Absolut lobenswert jedoch sind die Grafiken, die außerordentlich gut gezeichnet sind und den Aufbau, etwa eines Leberläppchens, sehr leicht erfassbar machen. Auch sehr praktisch: "Mikrokopierhilfen" am Ende jedes Kapitels weisen noch einmal zusammenfassend auf die wichtigsten Merkmale und Diffentialdiagnose hin.

Fazit: Sehr empfehlenswert als Nachschlagewerk und für besonders Interessierte, aber weniger ist oft mehr: für einen einfachen Histo- oder Mikroana-Schein reicht auch ein gutes Kurzlehrbuch.